Thujon

Thujon in Absinth ist nicht zwingend für die Wirkung verantwortlich

Viele Absinthtrinker meinen, dass ausschließlich das Thujon für den Absintheffekt verantwortlich sei. Unsere Tests in den letzten 15 Jahren lassen aber diese Theorie ausscheiden. Bei unseren Versuchen hat sich herausgestellt, dass ein hochthujoniger Absinth zwar schon eine gute Ausgangsbasis für auch einen guten Effekt ist, aber es müssen auch andere Bedingungen erfüllt sein, damit das funktionieren kann. Somit kann man einen Katalysatoreffekt vermuten, der das Thujon zusammen mit dem Alkohol und anderen wichtigen Kräutern, Gewürzen und Wurzeln nur zusammen wirken lässt und so nur zusammen für den Absintheffekt verantwortlich zeigt. D.h. also: das Thujon alleine in hoher Konzentration, bei Bitterspirituosen eben bis zu 35 mg/Kilogramm, ist nicht gleichzusetzen mit einem Absinth, der einen Wahnsinnseffekt hätte. Nur die Verbindung zusammen mit einem hohen Alkoholgehalt und speziellen Kräutern kann die maximale Wirkung aus einem Absinth herausholen. Thujon ist ja ein chemischer Baustein, der in seiner Struktur dem THC ähnlich ist. THC ist ja bekanntlich der Hauptwirkstoff von Cannabis. Mittlerweile sollte aber auch jeder wissen, dass die Wirkung eines Absinths nicht mit Cannabis gleichzusetzen ist. Auf Halluzinationen warten Sie bei dem Genuss eines Absinths bestimmt vergeblich, egal wie viel sie davon trinken. Bei dem Genuss eines starken Absinth tritt ein anderer Effekt ein. Aber mittlerweile weiß auch jeder Absinthgenießer, wie er diesen speziellen Absintheffekt oder die Absinthwirkung interpretieren muss. Ausser er hat noch keinen starken Absinth mit hohem Effekt genossen, was auch durchaus möglich ist.
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